15. Oktober 2017

Die Polizei Hessen hat kapituliert.

Zum wiederholten Mal verstößt die Polizei in Hessen gegen Vorschriften zum Schutz der Mitarbeiter.

  • Quelle:DPolGHessen

Der Beruf des Polizeibeamten, der Polizeibeamtin ist nicht immer einfach.

Tagdienst, Nachtdienst, Sonderschichten, Dienst am Wochenende, Weihnachten, Silvester und allen anderen Feiertagen gehört dazu. An dem Sozialeleben, was für die meisten von uns am Wochenende stattfindet, können viele Polizisten nicht teilhaben.

Viel Zeit mit Freunden und Familie, wird zu Gunsten des Dienstherrn geopfert.

Dazu kommt, dass der unstetige Wechsel zwischen Tag-, Spät-, Früh- und Nachtdienst mit Sicherheit nicht gesundheitsförderlich ist.

Deshalb gibt es nicht grundlos Vorschriften, die die Polizisten, vor vermeidbaren Mehrbelastungen schützen sollen.

Nun ist es aber wiederholt vorgekommen, dass die Einsatzzeit von Polizisten bei planbaren Einsätzen schon im Vorfeld ohne Not mit mehr als 12 Stunden geplant wurde.

 

Die Vorschrift, die eine Einsatzzeit von maximal 12 Stunden  vorsieht, inklusive der An/Abfahrt bis zur Heimatdienststelle gibt es nicht ohne Grund. Die Beamten, die zumeist zusätzlich in den Dienst kommen, müssen häufig noch zum Einsatzort anreisen. Nach einem anstrengenden Einsatz der körperlich und psychisch sehr belastend sein kann, müssen sie oft noch lange Strecken zurückfahren und tragen dabei auch die Verantwortung für die Kollegen/innen die mit im Fahrzeug sitzen.

Neben dem Einsatz in Wiesbaden im Oktober 2016 so auch zuletzt bei einem Einsatz in Osthessen wurde durch die Polizeiführung die Vorschrift missachtet.

Auf den Grund für die Fehlplanung angesprochen, heißt es inoffiziell aus den Planungsstäben:“ wenn wir nur 12 Stunden für die Einsatzkräfte planen würden, hätten wir eine Ablösung einplanen müssen und somit die doppelte Anzahl von Beamten in den Einsatz bringen müssen, das können wir nicht, dafür haben wir nicht das Personal.“

Aus den Fach- und Dienstaufsichtsbehörden wie Landespolizeipräsidium oder Innenministerium ist dazu nichts zu hören.

Somit wird geltendes Recht gebrochen,  da das Land Hessen es in der Vergangenheit versäumt hat für ausreichend Personal zu sorgen. Wir erinnern uns daran, dass die DPolG schon lange vor der Einstellung von 1000 Beamten in 3 Jahren mehr Personal gefordert hat. Nun sagt die DPolG die Einstellungen reichen noch nicht aus. Es wäre sinnvoll, wenn die Politik endlich auf uns hören würde.

Dann könnten auch die die Recht und Gesetzt durchsetzen sollen, darauf vertrauen, dass die Vorschriften die es zu ihrem Schutz gibt eingehalten werden.

 

 

 

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