28. März 2019

Einkommensrunde 2019

Warnstreik in Wiesbaden

Unter dem bunten Dach des dbb (Deutschen Beamtenbund und Tarifunion) haben sich viele Fachgewerkschaften am 27.03 in Wiesbaden versammelt. Aus allen Teilen Hessens, waren die Mitglieder der Deutschen Steuergewerkschaft (DStG), der Deutschen Justizgewerkschaft (DJG) die Straßenwärter, Hessen Forst, Polizisten und viele weitere Angehörige des öffentlichen Dienstes gekommen.

Mit ihrem Warnstreik und der Kundgebung wollen die Gewerkschaftsmitglieder ihrer Forderung nach einem angemessenen und notwendigen Tarifabschluss Nachdruck verleihen. 6 % aber mindestens  200 € fordert der dbb für seine Mitglieder. Nach den überzeugenden Tarifabschlüssen z.B. der IG Metall mit 1.000€ mehr oder zusätzlichen freien Tagen, als auch dem Tarifabschluss der TdL für alle anderen Bundesländer und den Bund, ist das eine angemessene Forderung.

Um so erstaunlicher ist, dass Innenminister Peter Beuth (CDU) die Forderungen der Gewerkschaften abgelehnt, und kein eigenes Angebot vorgelegt hat.

Vom Hauptbahnhof in Wiesbaden zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung am Innen- und Finanzministerium vorbei, nicht ohne dort mit Trillerpfeifen ihren Unmut über die politisch Verantwortlichen Ausdruck zu verleihen.

Weiter über die Rheinstraße ging es zur Staatskanzlei. Dort fand die Abschlusskundgebung statt, in welcher der Verhandlungsführer des dbb Volker Geyer die Mitglieder ggf. auch auf weitere Streikmaßnahmen einschwor. Auch der dbb Bundesvorsitzende, Ulrich Silberbach und der Landesvorsitzende Hessen Heini Schmitt, fanden klare Worte für die Wichtigkeit des öffentlichen Dienstes in Hessen.

Die DPolG war mit einer großen Abordnung an der Aktion beteiligt. Neben vielen Wachpolizisten und Tarifangestellten verschiedener Präsidien, zeigten sich auch Beamte solidarisch nahmen in ihrer Freizeit an der Kundgebung teil.

Unterstützung wurde nicht nur durch die Kollegen des BDK (Bund Deutscher Kriminalbeamter) geleistet, auch aus der Bevölkerung schlossen sich spontan Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung, für eine gerechte und angemessene Entlohnung, sowohl für Beamte, wie auch Tarifbeschäftigte an.
Neben Nancy Faeser und Günter Rudolph von der SPD Fraktion war auch Hermann Schaus mit seinem Team von der Linken Fraktion aus dem Landtag gekommen, um die Forderungen des dbb zu unterstützen. Die Veranstaltung wurde durch die Presse begleitet, hier zeigte man sich an den Forderungen der DPolG interessiert.

Weitere Streik- und Kundgebungsmaßnahmen werden nicht ausgeschlossen, sollte am 28. und 29.03 der Innenminister von Hessen nicht ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.

Der Landesvorsitzende im TV-Interview

motivierte DPolG-Demo

©Text und Bilder: Alexander Glunz, Pressesprecher DPolG Hessen, 2019

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