Einkommensrunde 2018 - Einigung erzielt -

Hessen schaut hinterher, ab jetzt ist ein Fernglas erforderlich

  • von links Engelbert Mesarec, 1. stellv. Landesvorsitzender u. Landesvorsitzender Lars Maruhn Foto:DPolG Hessen

Mit 7,5 Prozent geht die Schere zwischen den Beschäftigten im Bund und denen in Hessen weiter auseinander.

 

Der Tarifabschluss im Bund und den Kommunen zeigt, dass die Verantwortlichen der Arbeitgeberseite verstanden haben. Die Attraktivität darf nicht nur verwaltet werden, sondern unterliegt einem dynamischen Prozeß.

Der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer hat mit der Zusage zur Vorlage eines Bundesbesoldung- und versorgungsanpassungsgesetz für die Jahre 2018/2019/2020 und der möglichen einhergehenden Übertragung auf den Beamtenbereich ein deutliches Zeichen gesetzt.

Damit werden die Beamten und Angestellten in Hessen ein weiteres Stück abgehängt. Es langt eben nicht aus, dass die Attraktivität durch Worte herbeigeredet wird, so wie es Land auf und Land ab durch die Abgeordneten der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen, allen voran Innenminister Peter Beuth, getan wird. Diesen Kampf um die Besten kann nur der gewinnen der den Worten auch Taten folgen lässt.

Gerne erinnern wir in diesem Zusammenhang an den CDU Politiker Norbert Blüm „Politik ist Handwerk nicht Mundwerk!“. Hierbei ist die Opposition durchaus mit angesprochen.

Der öffentliche Arbeitgeber, sei es im Bereich der Beamten oder der Angestellten,  steht in Hessen nicht nur in Konkurrenz zur Wirtschaft sondern im Besonderen zu Bund und den anderen Ländern. Dieses Bewusstsein schein noch nicht angekommen zu sein. Die Tariferhöhung im Bund und den Kommunen muss die Grundlage für die Verhandlungen zum TV-H in 2019 sein. Im Vergleich hinken wir bereits jetzt aufgrund der Jahre 2015 und 2016 hinterher. Daran werden wir in den nächsten Monaten in den Gesprächen mit den Parteien erinnern. 

„Wer am 28. Oktober in der Regierung in Hessen bleiben oder in diese kommen will, muss seinen Bediensteten diesen Willen zur Übernahme von Verantwortung auch deutlich zeigen.“

so Lars Maruhn, Landesvorsitzender der DPolG Hessen.

http://dokumente.dbb.de/dokumente/geschaeftsbereich_tarif/2018/Flugblatt_Einkommensrunde_2018_Nr15_dbb.pdf

Flugblatt_DPolGHessen_Einkommensrunde2018