30. Dezember 2016

DPolG Hessen

Gedanken zum Jahreswechsel

  • Foto:WDR

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es liegt ein bewegtes und arbeitsreiches Jahr hinter uns.

Viel ist passiert, für jeden Einzelnen von uns im Privaten oder im Dienst. Positives wie auch Negatives gab es im Jahr 2016. Spuren haben die Ereignisse bei jedem von uns hinterlassen.

Es steht auch außer Frage, dass spätestens nach dem Anschlag von Berlin, der Terror nicht mehr nur vor unserer Haustür steht, er ist bei uns angekommen. Viele Experten und selbst der Bundesinnenminister haben schon in der Vergangenheit erklärt:

“Es ist nicht die Frage ob, sondern wann Deutschland ein Ziel von Anschlägen wird.“

 

Aber man brauchte kein Experte sein, um diese Ereignisse vorauszusehen zu können. Es ist nun die große Frage, wie gehen wir damit um. Wird der neue länderübergreifende Verbund von Auskunftssystemen der Polizeien, welche die Innenminister pressewirksam auf ihrer Konferenz beschlossen haben, auch schnell und ohne ständiges Einbremsen aus Kostengründen umgesetzt, oder passiert es wie beim Digitalfunk, welcher wahre Wunder bringen und 2006 zur WM schon da sein sollte? Gerade die Auskunftssysteme und deren Pflege mit Daten, zeigen im Terrorfall von Berlin wie wichtig sie sind. Noch wichtiger sind die Schlüsse und Konsequenzen daraus. 

Wird nun erkannt, dass die Forderung (2001 nach den Anschlägen in New York) der Gewerkschaften nach mehr Personal nicht nur richtig, sondern berechtigt war?

Oder wird die Bevölkerung mit schönen Zahlen von Neueinstellungen, welche erst in Jahren ihren Dienst auf der Straße versehen und dann noch nicht mal zu 100 % dort ankommen, ruhig  und dumm gehalten?

Die Frage ist, werden wir der gestiegenen Terrorgefahr und den zunehmenden Aufgaben in 2016 noch gerecht? Schaffen wir das? Wir funktionieren wie all die Jahre, als das letzte Rädchen im System halten die Kolleginnen und Kollegen mit Engagement und Enthusiasmus bei voller Hingabe zum Dienst  den Laden am laufen. Wie lange noch?

Steigende Einstellungszahlen sind zunächst auch Belastung, für diejenigen die Ausbilden müssen und das sind die Kolleginnen und Kollegen auf den Revieren und Stationen. Hat und wird der Beamte, welcher jetzt die Last der Ausbildung trägt und im Zweifelsfall dem Terrorristen gegenübersteht die Wertschätzung erhalten die er verdient?

Und da stellt sich die Frage, haben unsere Kollegen in unserem „Familienfreundlichen Unternehmen“, die Weihnachten nicht bei ihren Familien unter dem Tannenbaum sitzen konnten, sondern sich mit Betrunkenen, Suizidgefährdeten und Einbrechern rumschlagen mussten und dieses in der Silvesternacht wieder tun, die Wertschätzung erhalten die sie verdienen?

Die Antwort fällt einfach und ernüchternd aus: Das alles ist der Landesregierung 1 % wert!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch wenn wir euch durch diese Zeilen nicht die verdiente Wertschätzung geben können, so wollen wir euch doch eines sagen:

Wir sind euch dankbar, dass ihr  2016  - Rund um die Uhr – an Ostern, Weihnachten und Silvester da ward und Hessen erheblich sicherer gemacht habt.

Die DPolG wünscht allen Kolleginnen und Kollegen einen ruhigen und friedvollen Dienst in der Silvesternacht und Gottessegen für das Jahr 2017 euch und euren Familien.

© Alexander Glunz, Pressesprecher , KV MH 2016

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