21. Dezember 2016

Polizistenmord in Herborn

Ein trauriges Weihnachten !

Weihnachten, dass Fest von Liebe und Frieden.

 

Aber nicht für alle !

 

Für einige wird Weihnachten auch immer mit den schrecklichen Ereignissen am Bahnhof in Herborn von vor einem Jahr verbunden sein, als unser Kollege Christoph Rehm im Dienst getötet und sein Kollege schwer verletzt wurde.

 

Für die vier Kinder, die Lebensgefährtin, die Eltern, Geschwister, Freunde und Kollegen, wird Weihnachten immer dem sinnlosen Verlust eines geliebten Menschen zusammenhängen.

 

Nun fast ein Jahr nach der Tat, erging das Urteil gegen den 28 jährigen, reichlich vorbestraften Täter.

 

Lebenslang wegen Mordes und versuchten Mordes, war der Spruch des Gerichtes.

 

Die besondere Schwere der Schuld, stellte das Gericht auch fest, was eine frühzeitige Haftentlassung unmöglich macht.

 

Die DPolG begrüßt dieses Urteil zutiefst.

In dem  Prozess, welcher die Angehörigen schwer belastete, wurde in systematischer Kleinstarbeit die Motivation des Täters herausgearbeitet. Erschreckend waren mache Aussagen, welche ans Licht brachten, dass der Angeklagte damit geprahlt hatte, einmal einen Polizisten töten zu wollen.

Noch belastender war es für alle Beteiligten und Angehörigen, dass die Verteidigung mit immer neuen, fast schon absurden Anträgen versuchte den Prozess zu verzögern. Auch wenn es die Aufgabe eines Anwaltes ist, das beste Ergebnis für seinen Mandanten herauszuholen, muss die Frage, an diese Institution der Rechtspflege gestattet sein,  wo die Grenzen sind.

Doch im Ergebnis zeigt sich, dass dank eines hoch motivierten und engagierten Staatsanwaltes und eines akribisch und sorgfältig arbeitenden Richters,  der Gerechtigkeit zum Sieg verholfen wurde.

Gerade dassdas Gericht fast alle Anträge der Verteidigung im vollem Umfang abgearbeitet hat, gibt Anlass zur begründeten Hoffnung das Rechtsmittel des Verurteilten keine Aussicht auf Erfolg haben.  

Auch wenn dieses Urteil, den Angehörigen nicht den Vater oder Sohn zurückbringen kann, so zeigt es doch, dass ein Angriff auf einen Polizisten, der im Dienst für die Allgemeinheit, ein Angriff auf den Staat selbst ist.

Wenn wir solche Taten nicht mit aller Härte  verfolgen und ahnden, dann sind Ereignisse wie in Berlin bald die Regel.

Leider ist aus dem schlanken Staat inzwischen ein schwindsüchtiger Staat geworden und es ist vordringlichste Aufgabe der Politik, den Staat wieder stark und handlungsfähig, nicht nur gegenüber Terrorangriffen wie in Berlin sondern auch gegen Gewalt und Missachtung seiner Amtsträger und Institutionen zumachen.

Damit in Zukunft nicht noch mehr Familien um den Vater, die Mutter, den Ehepartner oder den Sohn oder die Tochter trauen müssen.

Unsere Gedanken und Gebete an diesem Weihnachtsfest schließen unseren getöteten Kollegen und seine Hinterbliebenen ein. Dem verletzten Kollegen aus Herborn wünschen wir gute Besserung, auch an ihn werden wir Weihnachten denken.

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