17. Juli 2025

1. stellv. Landesvorsitzender, Manuel Stoll, bezieht Stellung zu Aussagen von Rainer Wendt

DPolG Hessen distanziert sich von öffentlichen Äußerungen des Bundesvorsitzenden – Klare Haltung für Respekt und Vielfalt

Wiesbaden, den 17. Juli 2025 – Die Deutsche Polizeigewerkschaft Hessen (DPolG Hessen) bezieht in aller Deutlichkeit Stellung zu den jüngsten Aussagen ihres Bundesvorsitzenden Rainer Wendt, die in der öffentlichen Debatte als homophob kritisiert wurden. Aus Sicht des hessischen Landesverbandes entsprechen diese Äußerungen weder dem Ton noch der Haltung, für die die DPolG Hessen steht.

„Wir als DPolG Hessen distanzieren uns klar und unmissverständlich von den getätigten Aussagen“, erklärt Manuel Stoll, erster stellvertretender Landesvorsitzender der DPolG Hessen. „Die Gleichbehandlung aller Menschen, unabhängig von geschlechtlicher Identität oder sexueller Orientierung, ist für uns nicht verhandelbar. Wer pauschalisiert oder gesellschaftliche Gruppen durch Worte entwertet, gefährdet den sozialen Zusammenhalt und untergräbt das Vertrauen in unsere Institution.“

Rainer Wendt hat in seiner gewerkschaftlichen Laufbahn viele Verdienste erworben und wir respektieren sein Engagement. Aber: Die getätigte Äußerung widerspricht leider der Haltung, die wir als DPolG Hessen vertreten. „Wir lehnen eine Sprache ab, die spaltet oder pauschal verurteilt. Die Polizei hat eine Vorbildfunktion und darf niemals selbst Teil diskriminierender Denkmuster sein“, so Stoll weiter.

„Es ist für mich unverständlich, wie es zu diesem diskussionswürdigen Szenario auf medialer Ebene kommen konnte. Die Notwendigkeit bestand nicht. Ursprünglich hatte der Bundesvorsitzende Wendt das Ansinnen, ein Buch eines weiteren Gewerkschaftsmitglieds zu promoten. Dagegen wäre nichts einzuwenden gewesen. Und ich teile seine Auffassung, dass die Polizei an der im Grundgesetz und im Beamtenrecht fest verankerten Neutralität festhalten sollte. Dennoch wurde der Begriff der „Minderheiten“ in der menschlichen Historie fast ausschließlich negativ missbraucht und hier stellt man sich die Frage, ob diese Formulierungen angemessen waren?!“, führt Manuel Stoll weiter aus.

Selbstverständlich werden Diskussionen deutlich in bestimmte Richtungen geleitet, wenn ausschließlich einzelne Phrasen eines Textes zitiert werden. Dessen sind wir uns bewusst. Aber gerade deswegen sollte man nie die Art der Formulierung vernachlässigen.

Eine Tatsache bleibt bestehen

Die DPolG Hessen steht für ein modernes, offenes und menschenwürdiges Berufsbild in der Polizei. Für den Landesverband ist klar: Die innere Haltung der Polizei darf keinen Raum für Diskriminierung lassen – auch nicht durch unbedachte oder missverständliche Äußerungen aus den eigenen Reihen.

 

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