15. Januar 2026

DPolG vor Ort.

Austausch mit der SPD Fraktion im Landtag

Verfassungswidrige Besoldung, Projekte P und S 25, Nachwuchsprobleme und Wachpolizei waren nur einige der Themen, die die DPolG an die Innenpolitikerinnen und -politiker der SPD Landtagsfraktion herangetragen hat.

Mit einer Abordnung des Landesvorstandes besuchte die DPolG Hessen die SPD Innenpolitikerinnen und -politiker im Hessischen Landtag.

Bei einem über zwei Stunden andauernden Gespräch tauschte man sich über die aktuelle Lage und die Problemstellungen bei der Polizei in Hessen aus.

Für die DPolG waren Alexander Glunz (Landesvorsitzender), Manuel Stoll (1. stellv. Landesvorsitzender), Tanja Maruhn (stellv. Landesvorsitzende), Guido Dersch (Landestarifbeauftragter) und Alexander Schuster (Landesredakteur) in den Landtag gekommen.

Keinen Hehl machten die DPolG-Funktionäre daraus, dass die SPD noch als Oppositionspartei an der Seite der DPolG die sofortige Herstellung einer verfassungsgemäßen Besoldung gefordert hat, als Regierungspartei hier aber nicht ins Handeln kommt. 

Auch die Diätenerhöhung für die Landtagsabgeordneten, die gleichzeitig die Besoldungserhöhung der Beamten um vier Monate nach hinten verschoben haben, machte die DPolG zum Thema. Besonders der damit verbundene Vertrauensverlust in den Dienstherrn lastet schwer bei den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Hessen.

Sehr offen zeigten sich Lisa Gnadl, Cirsten Kunz-Strueder und Sebastian Sack als SPD-Innenpolitikerinnen und -politiker bei dem Thema Projekte in der Polizei. Die mit den Projekten einhergehende Unsicherheit und Angst konnten die Mitglieder des Landtages nachvollziehen.

Auch das Thema 12-Stunden-Schichtmodell und Belastung im Wechselschichtdienst kam zur Sprache.

Hier wurde von Seiten der DPolG der Vorschlag einer Anpassung der Wochenarbeitszeit im Schichtdienst gemacht, der den Belastungen entgegenwirkt und der Gesunderhaltung Rechnung tragen würde.

Die anstehenden Tarifverhandlungen in Hessen als auch verschiedene Forderungen die Wachpolizei betreffend waren genauso Thema wie der Polizeinachwuchs und die kommunalen Vollzugsbediensteten. Dass der Polizeiberuf an Attraktivität eingebüßt hat und es für viele Bewerber eben nur noch ein Beruf und keine Berufung mehr ist, liegt auch an den Rahmenbedingungen. Hier ist die klare Forderung der DPolG, dass planbare Dienstzeiten ebenso dazugehören, wie eine gute und verfassungsgemäße Bezahlung. Deshalb muss das Land Hessen, das nicht mehr Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder ist, bei den nächsten Tarifverhandlungen zeigen, dass man es besser kann. Und dass Hessen ein attraktiverer Arbeitgeber ist, der als Konkurrenz zu Bundes- oder Kommunalbehörden anzusehen ist.

Am Ende des Gespräches einigte man sich auf eine baldige Fortsetzung, um die genannten und noch weitere Themenfelder schnellst möglich einer Problemlösung zuzuführen.

Direkter Austausch zwischen DPolG Hessen und der SPD Hessen.